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Die Kosmologie ist die Wissenschaft über den Ursprung und die Struktur des Universums. Die Kernfrage ist, ob es einen zeitlichen Anfang und ein zeitliches Ende hat, oder gar unendlich ist. Um diese Fragen zu erforschen, nutzt man Erkenntnisse aus der Astrologie, der Physik und der Philosophie.
Schon die alten Kulturen dachten über diese Dinge nach. Zunächst waren diese Vorstellungen mythischer Natur. Das Universum sollte danach in einem langen Kampf der Götter entstanden sein. Nach der Rationalisierung des Denkens über die Natur im 6. Jahrhundert v. Chr. entwickelten sich schon qualitativere Vorstellungen. Nach den noch fortschrittlicheren Theorien von Aristoteles und Ptolemäus schaffte es Kopernikus endlich, ein realistisches Bild der Welt zu liefern.
Im 17., 18. und 19. Jahrhundert stritt man sich schließlich um weitere Ansätze. Es gab die eine Vorstellung, in der das Universum eine endliche Materie im grenzenlosen Raum sei. Die andere Vorstellung handelte von einer gleichförmigen Verteilung der Materie im Raum. Diese Theorien entstanden aus der Newtonschen Physik, in der die Gravitation entdeckt wurde. Jedoch konnte lange keine Einigung gefunden werden. Und auch weitere Wiedersprüche und Paradoxien traten auf, die auf dem damaligen Stand nicht zu erklären waren. Man erkannte, dass die bis dahin erlangten klassischen Ideen von Raum, Zeit und Materie nicht auf das gesamte Universum übertragbar waren.
Einstein konnte 1914-1916 mit der Relativitätstheorie viele Fragen beantworten und gleichzeitig Newtons Physik aufgreifen und in einen richtigen Zusammenhang bringen. Er hat die Zeit als vierte Dimension gesehen und fand heraus, dass sich das Universum ausdehnt oder zusammenzieht. Seine Theorien wurden in den nächsten Jahren von anderen Wissenschaftlern weitergedacht, so dass man 1948 die Idee des Urknalls hatte, wonach das Universum aus einer gewaltigen Explosion entstanden sein soll und sich seitdem immer weiter ausgedehnt hat.
Noch bis heute ungelöst ist die Frage, ob das Universum offen oder geschlossen ist, das heißt, ob es sich weiterhin ausdehnt, oder sich wieder zusammenziehen wird. Außerdem konzentriert man sich in der Gegenwart sehr darauf, ein besseres Verständnis für die Prozesse, die den Urknall gestaltet haben müssen, zu entwickeln.
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