Nikolaus Kopernikus
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Im 2. Jahrhundert n. Chr. Behauptete Ptolemäus, die Erde sei das Zentrum aller Dinge und stellte die Theorie des "geozentrischen Systems" auf. Danach drehten sich alle Himmelskörper einschließlich der Sonne um die Erde.

Kopernikus setzte sich kritisch mit dieser Theorie auseinander und wählte anstelle der Erde die Sonne als Zentralgestirn ("heliozentrisches System"). Damit entwickelte er vorangegangene Theorien weiter, nach denen sich die Planeten auf Umlaufbahnen um die Sonne bewegen. Er glaubte nun, dass auch die Erde einer dieser Planeten ist. Die Erde rotiert nach seinen Behauptungen täglich um ihre eigene Achse und jährlich um die Sonne. Bei der Rotation bewege sich die Erde schwankend, wie ein Kreisel. Die Menschen, die sein Konzept lasen, konnten sich jedoch nicht vorstellen, dass sich ihre Erde, auf der sie leben, bewegen soll, deshalb wurde es zunächst ignoriert und verworfen, von der kirchlichen Seite sogar angegriffen und auf den Index gesetzt.


Johannes Keppler, einer der Bewunderer Kopernikus’, untersuchte im 16. Jahrhundert die Planetenbewegungen und behauptete, dass sie sich nicht auf kreisförmigen sondern auf elliptischen Bahnen bewegen. Dabei verändern sich sowohl die Geschwindigkeiten als auch die Abstände zur Sonne. Newton erklärte im 17. Jahrhundert dieses Prinzip durch seine Gravitationsgesetze. Diese "Himmelsmechanik" brachte viele Europäer dazu, Kopernikus′ Theorie anzunehmen. Es dauerte jedoch noch etwa 100 Jahre, bis sie überall akzeptiert wurde.